Zecken

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst lauern Zecken in Bodennähe auf Gräsern, Büschen und Sträuchern auf ihren Wirt. Sie lassen sich im Vorübergehen abstreifen und suchen anschließend am Körper ihres Opfers nach einer passenden Einstichstelle, wobei sie feuchte, warme, gut durchblutete, dünne Haut bevorzugen. Insbesondere Kniekehlen und Leistenbeuge sind ein beliebtes Ziel.

Zecken

Zecken übertragen Krankheiten

Zeckenbisse bleiben zuerst oft unbemerkt, da der Speichel der Zecken betäubende Substanzen enthält. Jedoch kann schon ein Zeckenbiss genügen, um Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningozephalitis, FSME, zu übertragen.

Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die sich meist durch eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle bemerkbar macht. Falls Sie eine solche Rötung bei sich bemerken, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen. In diesem frühen Stadium kann Borreliose sehr gut mit Antibiotika behandelt werden. Leider existiert bisher kein Impfstoff gegen Borreliose. Eine Schutzimpfung ist somit nicht möglich.

Frühsommer-Meningozephalitis, eine Form der Hirnhautentzündung, ist eine virale Erkrankung, die bereits beim ersten Biss von einer mit dem Virus infizierten Zecke übertragen wird. Den Beginn einer FSME-Erkrankung erkennt man an grippeähnlichen Symptomen wie Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko eines besonders schweren Krankheitsverlaufs.

Eine Impfung bietet Schutz gegen FSME

Wirksamen Schutz gegen FSME bietet die Schutzimpfung. Die Impfung ist gut verträglich und bereits für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet. Wenn Sie sich viel im Freien bewegen und in einem FSME-gefährdeten Gebiet wohnen oder dorthin reisen, wird Ihnen eine FSME-Impfung dringend empfohlen. Zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland gehören weite Teile von Baden-Würtemberg und Bayern sowie einige Landkreise in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Hessen.

Schnelles Entfernen schützt vor Borreliose

Geschlossene Kleidung kann helfen, Zecken abzuhalten. Außerdem ist es sinnvoll, nach jedem längeren Aufenthalt im Grünen, den Körper nach Zecken abzusuchen, um eine Zecke gegebenenfalls möglichst schnell entfernen zu können und somit einer Borreliose-Infektion zuvorzukommen. Im Gegensatz zu den FSME-Viren werden die Borreliose-Erreger nämlich nicht sofort, sondern oft erst mehrere Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen.

Um eine Zecke zu entfernen, packt man mit einer Pinzette so weit wie möglich am Kopf der Zecke in Richtung des Saugrüssels zu und zieht die Zecke mit einer Drehbewegung hinaus. Um zu verhindern, daß weitere Krankheitserreger in die Wunde gelangen, darf nach dem ersten Zupacken mit der Pinzette der Griff nicht gelöst werden. Außerdem sollten Sie nach erfolgreicher Operation die Wunde desinfizieren und eventuell Ihren Arzt aufsuchen, insbesondere Falls Teile der Zecke in der Wunde verblieben sein sollten.

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